Weniger Burnout durch Mentaltraining

Studie: Mentaltraining spart Milliarden

Neue Studie enthüllt: Einfaches Mentaltraining halbiert Burnout-Risko. Eine aktuelle Studie der Initiative Wirtschaftsstandort Oberösterreich zeigt: Einfaches Mentaltraining halbiert die Burnout-Gefahr. Wir haben ein Interview mit einer der Forscherinnen aus dieser Untersuchung, Fr. Dr. Elisabeth Dreer, MSc, von der Kepler Universität Linz geführt, um aus erster Hand Details zu dieser Studie zu erfahren.

 

Sie haben jüngst eine Studie an drei oberösterreichischen Unternehmen abgeschlossen. Was sind die Hauptaussagen dieser Studie?

67 Personen aus drei großen Unternehmen in Oberösterreich haben an der Studie teilgenommen. 33 Personen waren Teil der „Versuchsgruppe“, die mentale Trainings erhielten. 34 Personen füllten als „Kontrollgruppe“ nur die Fragebögen aus – sie nahmen an keinen Trainings teil. Mit der Kontrollgruppe wird festgestellt, ob die Ergebnisse der Versuchsgruppe zufällig entstanden sind oder nicht.

Die Ergebnisse der AVEM-Tests zeigen eine eindeutige Verbesserung der psychischen Gesundheit der Versuchsgruppe gegenüber der Kontrollgruppe. Während in der Versuchsgruppe die beiden Risikomuster zwischen der 1. und der 3. Testung um 51% zurückgingen, blieb die Kontrollgruppe annähernd stabil. Der Anteil der gesunden Muster stieg in der Versuchsgruppe zwischen der 1. und der 3. Testung um +23%, während sich dieser Anteil in der Kontrollgruppe nicht veränderte.

Die Studie zeigt, dass niederschwellige präventive Maßnahmen, wie das Mentaltraining, signifikante Verbesserungen der psychischen Gesundheit bewirken können und damit sowohl das Gesundheitssystem entlasten, als auch die Krankenstandkosten für die Unternehmen reduzieren.

Welche Bedeutung hat Ihrer Meinung nach Mentaltraining für die psychische Gesundheit?

Die Studie untersucht die Effizienz niederschwelliger, präventiver Maßnahmen (wie hier z.B. ein Mentaltraining) zur Prävention von psychischen Belastungen, insb. von Stress und Burnout. Ziel ist die volkswirtschaftliche Bewertung der Prävention, indem gezeigt wird, dass mit niederschwelligen, präventiven Maßnahmen ein geringer finanzieller Aufwand verbunden ist, wodurch jedoch hohe Folgekosten erspart bleiben.

Die hypothetischen Einsparungen für das Gesundheitssystem liegen im maximalen Fall bei 12,8 Mrd. Euro, wenn alle Betroffenen das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen, (Szenario 1), bzw. im wahrscheinlicheren Fall bei rd. 2,9 Mrd. Euro, wenn nur Personen mit negativer Einschätzung ihres Gesundheitszustands das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen (Szenario 3). Bei den Kosten für den Krankenstand zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier liegen die vermiedenen Kosten durch nicht-notwendigen Krankenstand (Einsparungen) zwischen 10,6 Mrd. Euro und 2,1 Mrd. Euro – je nach Szenario.

 

Für Dr. Marcus Täuber, Hirnforscher, Bestsellerautor und Mentaltrainer, sind die Effekte “beeindruckend”, zumal es sich hier um “nur 10 Stunden einfachen Mentaltrainings zur Stärkung innerer Ressourcen handelt”. Die Ansätze und Methoden kann im Prinzip jeder rasch lernen. Dr. Marcus Täuber unterrichtet Entspannungsverfahren und Burnout-Prävention an der Universität Wien. Er ist zudem Lehrbeauftragter der Donau Universität Krems, an der Fachhochschule Joanneum Kapfenberg und an der Theresianischen Akademie für militärische Führung in Wiener Neustadt, wo er Aspekte mentaler Stärke in Curricula integriert. In Rahmen von Ausbildungen, Selbsthilfe-Programmen und Trainings bietet er neurowissenschaftlich fundiertes Mentaltraining an.

 

Wir bedanken uns bei Fr. Dr. Elisabeth Dreer, MSc, für das Interview. Weitere Informationen zu dieser Studie sowie zum Thema Burnout Prophylaxe und Anti-Stress-Strategien hat Dr. Marcus Täuber in einem E-Book zusammen gestellt. Darin präsentierter drei besonders wirksame mentale Erfolgsstrategien gegen Stress und Burnout. Anfragen zum E-Book bitte HIER.

 

(c) Johannes Kepler Universität Linz, Rawpixel.com/fotolia

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