Technologie für Therapeuten und Coaches

Interview mit Michael Altenhofer

Michael Altenhofer ist vielen Menschen in Österreich aus seiner Kolumne in der Krone Bunt bekannt. Der Mentalcoach und Innovationsexperte organisiert die Therapy Tec 2019, Österreichs ersten Kongress für Technologie in der Therapeuten- und Beraterszene. Wir haben mit ihm ein Interview zu diesem Event und der Bedeutung von Innovationen für Psychotherapeuten, Psychologen und Coaches geführt.

Was ist die Idee des Kongresses und für wen ist er?

Es ist zu beobachten, dass es zwischen innovativen und sinnvollen technologischen Angeboten für helfende Berufe und dieser Branche an sich eine große Kluft gibt. Das hat den Nachteil, dass die Entwickler nicht das benötigte Feedback bekommen. Und die Berater über wenige neue Möglichkeiten wirklich Bescheid wissen. Das möchten wir bei diesem Kongress ändern. Der Kongress soll eine Schnittstelle zwischen helfenden Berufen im psychologischen Kontext und innovativen Technologien werden. Unterstützt wird der Kongress u.a. von den Berufsverbänden der Psychotherapeuten und der Lebensberater. Das zeigt, dass auch die Interessensvertreter für ihre Mitglieder dieses Thema forcieren wollen.

Welche Highlights erwarten die Teilnehmer?

 In den Vorträgen dürfen wir uns spannende Erkenntnisse aus der Wissenschaft (Medizin und Hirnforschung) erwarten, die vermutlich manch etablierte Überzeugung in einem anderen Licht erscheinen lassen. Das wird definitiv den eigenen Horizont erweitern. Man wird auch neue Technologien in Aktion erleben und einen höchstwahrscheinlich staunen lassen.

 Welche Trends siehst Du in Beratung und Therapie?

Durch die neuen Technologien werden sich mehr Menschen angesprochen fühlen und den Weg zu einem Professionisten finden. Ob das in Form einer Online-Beratung oder weiterhin in der Praxis ist, wird vom Thema abhängig bleiben. Es wird auch Mischformen geben. Wer nicht per se ein Technologieverweigerer ist, wird davon auf jeden Fall profitieren.

 Was muss ein Coach oder Therapeut in 5-10 Jahren können?

 Coaches und Therapeuten sind sehr gut darin, Klienten neue Sichtweisen und Bewegungen außerhalb der Komfortzone zu ermöglichen. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, wie gut das die Branche bei sich selber kann. Denn das Festhalten an alten Strukturen ist in dieser Branche ein großes Thema. Man wird sich auf neue Bedürfnisse und Anforderungen einstellen müssen. Dazu werden auch technologielastigere Tools und Angebote gehören.

Welchen Tipp hast Du für Coaches und Therapeuten, um fit für die Zukunft zu sein?

Immer wieder einmal über den Tellerrand blicken. Neugierig und offen bleiben. Was von den neuen Möglichkeiten zu einem passt, ergibt sich dann von selbst. Der Kongress ist eine gute Gelegenheit, das herauszufinden.

Vielen Dank für das Interview.  Weitere Infos zum Therapy Tech Kongress: HIER.

 

(c) Michael Altenhofer

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